03.04.2020

Yard-Management

Wie Sie die logistische Kettenreaktion bezwingen

Sauber ineinander verzahnte Prozesse sind die Basis einer erfolgreichen Transportlogistik. Wir zeigen heute, was dabei alles auf dem Frachthof schief gehen kann, und stellen Ihnen vor, wie Yard Management genau diese Probleme löst.

Der Alltag in der Intralogistik: Staus, Verspätungen, Warteschlangen

6 Uhr morgens in der Hofdisposition: Die ersten LKW des Tages werden bereits planmäßig an den Verladerampen abgefertigt. Ein Fahrer, der mit seinem LKW für 9 Uhr an Tor 3.1 eingeplant war, meldet gerade ein bis zwei Stunden Verspätung – Stau auf der A7. Zeitgleich stehen plötzlich zwei andere LKW an der Pforte, die erst um 8 Uhr erwartet wurden. An welchem Tor sollten diese ursprünglich verladen werden und geht das jetzt schon? Stehen genug Gabelstapler an Tor 4 bereit? Sind die LKW rechtzeitig abgefertigt bevor die regulär eingeplanten ankommen? Und wie erreiche ich jetzt alle Mitarbeiter an Tor 4? Die Hektik beginnt.

Die logistische Kettenreaktion und ihre Folgen

In der Hoflogistik gehören Pläne zum täglichen Geschäft, aber in der Regel funkt das Leben dazwischen und vieles kommt ganz anders als geplant. Für effiziente Prozesse auf dem Frachthof, ist es wichtig, dass viele Faktoren perfekt aufeinander abgestimmt sind: Von der Planung, Zulieferung, Produktion über die Lagerhaltung, Warendisposition bis hin zur Auslieferung.

Sobald einer dieser Faktoren vom Tagesplan abweicht, setzt sich eine unausweichliche Kettenreaktion in Gang, die manuell kaum zeitnah nachzuvollziehen oder gar anzupassen ist. Daraus entstehen unproduktive Zeitfenster: Durch stillstehende oder zu wenige Abladehilfen oder zu viel oder zu wenig Personal. Ungenutzte Stellflächen oder wartende LKW verursachen zudem weitere unnötige Kosten.

Außerdem kennen Sie es sicher schon selbst: Ein Problem kommt selten alleine und so vervielfachen sich die Kettenreaktionen über den Tag gesehen enorm. Damit ist ein Frachthof oft weit weg von dem, was er tatsächlich leisten, sprich: verladen könnte.

Wie Yard Management die Planung in der Intralogistik erleichtert

Um als Frachthof Ihre Effizienz zu steigern, müssen Sie die Durchlaufzeiten der LKW reduzieren und alle Ressourcen möglichst gleichmäßig auslasten. Dabei ist es zentral auf die immer neuen Herausforderungen des Logistik-Alltags flexibel und vor allem so schnell wie möglich zu reagieren. Mit Yard Management können Sie solche Kettenreaktionen besser überblicken und sofort angemessen handeln, um Lastspitzen zu vermeiden.

Was macht eine Yard Management Software?

Die Software bildet die individuellen Vorgänge auf Ihrem Yard ab und stellt Ihnen alle dafür benötigten Informationen in Echtzeit zur Verfügung. Angefangen bei der LKW-Zufahrtssteuerung über den Check-in, die Hofsteuerung und die Abfertigung bis hin zum Check-out: Sie haben einen zentralen Überblick über alles, was gerade auf Ihrem Yard passiert – sei es die Frage, welches externe Fahrzeug, wo auf Ihrem Gelände steht, mit welcher Ladung und wie lange es noch auf dem Gelände ist. Oder wie es um die aktuelle Auslastung einzelner Rampen/Hofstellplätze, interner Fahrzeuge oder Mitarbeiter bestellt ist.

Mit transparenten und sauber definierten Prozessen unterstützt die Software Sie so dabei den Wareneingangs-/Warenausgangsverkehr vorausschauend zu planen und zentral aus einer Hand zu steuern.

Beispielhafter LKW-Durchlauf mit der Yard-Management-Software TMC

Der neue Logistik-Alltag: Flexibel planen trotz Staus und Verspätungen

Kommen wir nun zu unserem Eingangsbeispiel des verspäteten und der zu früh eingetroffenen LKW zurück: Die Yard Management Software berechnet anhand der verfügbaren Telemetriedaten, dass der LKW anstatt um 9 Uhr erst um 11 Uhr (ETA – Estimated Time of Arrival) kommen wird und passt die Tagesplanung entsprechend an. Außerdem erfassen die Pfortenmitarbeiter die beiden LKW, die zu früh vor der Türe stehen. Die Software erkennt auch dies und ermittelt die optimale neue Lösung anhand der verfügbaren Ressourcen. Damit können Hofdisponenten direkt handeln: Sie schicken die LKW z.B. entweder auf eine Wartestellfläche oder direkt zu einer aktuell verfügbaren Rampe mit ausreichend Personal. Die Fahrer werden z.B. mobil mit den frachtspezifischen Routeninformationen versorgt und die Rampenmitarbeiter mit den Informationen zur nächsten Ladung, die abgefertigt werden muss.

Mit einem durchdachten und auf Ihre Prozesse angepassten Yard Management verlieren Sie keine Zeit mit aufwändiger manueller Neuplanung und können sofort auf die bestmögliche Lösung zurückgreifen – ganz ohne Hektik und negative Kettenreaktion!

Mit digitalem Yard Management in die Zukunft der Intralogistik

Die Digitalisierung des Yard Managements ist für uns ein logischer Schritt, um den Logistikalltag effizienter zu machen und jederzeit flexibel und schnell reagieren zu können – egal, ob der Plan sich ändert oder nicht.


Wir kennen die Herausforderungen auf dem Yard – unsere intuitive und übersichtliche Software TMC (Traffic Management & Control) unterstützt bereits viele zufriedene Kunden bei den Herausforderungen in der Frachthofdisposition.

Gerne unterstützen wir Sie dabei die Potenziale auf Ihrem Yard auszuloten und die richtige Lösung für Ihre Prozesse zu finden. Sprechen Sie uns einfach an!